organize

In diesem Artikeln kommen wir zu einem zentralen Punkt von bydb, das Organisieren der gesammelten Inhalte. Die Art wie man seine Inhalte strukturiert und organisiert hängt in erster Linie davon ab was machen möchte und wozu die Inhalte letztendlich dienen sollen. Zum Aufbau eines persönlichen Wissensmanagements in Form eines Wikis könnte es z.B. wichtig sein, dass alle Artikel in einer Form miteinander verlinkt sind. Als Lehrkraft bspw. ist der Lehrplan eine Vorgabe, die schon eine Struktur hat, die ich teilindividualisiert in Form eines Schulcurriculums abbilden möchte. Als Freelancer möchte ich vielleicht eine variable Struktur, die mich aber in der Tagesplanung effektiv unterstützt und Kanban Boards und ein Task Manager inkludiert. Als Schüler und Student sind tägliche Mitschriften nötig, in die ein festes Raster in digitaler Form eingeheftet werden sollten. In die Betrachtung der Auswahl des richtigen Tools muss ich auch einbeziehen ob, Dateien, die ich überwiegend generieren oder sammeln werde, in erster Linie Texte oder Bilder und Videos sein werden. Bei der Auswahl des richtigen Organisationstools bzw. Notizenprogramms steht man einer überwältigen Vielfalt gegenüber, die ich mit einigen Vorüberlegungen beleuchten möchte.

  • Verfügbarkeit Das beste Tool nützt nichts, wenn ich es nicht zur Hand habe, wenn ich es brauche, von daher ist ein wichtiges Kriterium, ob es als Apps auf dem Smartphone verfügbar ist
  • Durchsuchbarkeit Sie sollten einfach ein Keyword eingeben können und dann sollte man alles angezeigt bekommen was dazu passt, bzw. wo dieses Keyword im Text oder auch im Bild vorkommt.
  • Metadaten – Tags Sie sollten ihre Artikel und Daten mit tags verschlagworten können, dies ist wichtig, um das Auffinden von Daten zu erleichtern. Einige Daten über Ihre Notizen, wie Ort, Datum, Gerät und Größe, können von der Software automatisch generiert werden.
  • Dateienvielfalt Man sollte eine Vielzahl von Medienarten, einschließlich Text, Bilder, Videos, Links, PDFs und andere ablegen können
  • teilen zu Interessante Inhalte aus anderen digitalen Medien sollten im Programm abgelegt werden können.
  • teilen man sollte alles was man gesammelt hat auch wieder teilen können
  • Verlinkungen Sie sollten anklickbare Links hinzufügen können, entweder zu anderen Dateien oder zu externen Websites.

Diese Kriterien sollten dabei helfen, ein geeignetes Programm zu finden. Es kann aber auch hilfreich sein, dass man mehrere Programme nutzt, wie z.B. ein Mindmapping Programm, um sich eine visuelle Übersicht zu seinen Daten zu verschaffen. Es gibt auch Notizenprogramme, die in der Lage sind, Keywords und Verlinkungen in einer Art Spinnennetz der Begriffe und deren Verbindungen sichtbar zu machen ( Roamresearch, Obsidian). Das sieht dann fast aus wie ein Neuronales Netzwerk, ähnlich der Neuronen im menschlichen Gehirn.

Zettelkastenmethode

Eine sehr kreative Methode der (Un-)Ordnung ist das “Verzetteln” in der sog. Zettelkastenmethode von Niklas Luhmann. Der Verzicht auf eine festgelegte Ordnung ermöglicht Kreativität und Zukunftsoffenheit.

Die Zettelkastenmethode ist eine flexible und individuell anpassbare Technik, mit Wissen umzugehen.

In ihrer Einfachheit ist sie unübertroffen und ist der (fast) unsichtbare Helfer im Umgang mit Wissen. Man sammelt zunächst in einem größeren Dokument, in dem man während des Lesens Notizen macht. Es könnte aber auch ein Abschnitt aus einem E-Book sein, den ich in einer Ressourcendatenbank (Notizenprogramm) gesammelt habe oder einen Abschnitt aus einer Webseite.

Dieses Dokument zerlege ich bewusst in Zettel (kleinere Notizenhappen) die ich dann verschlagworte (tagge), um sie dann in einen Kasten (Thema) einzuordnen. Die entscheidende Funktion des Zettelkastens ist nicht die Archivfunktion – Das Erst-Gedächtnis und das Zweit-Gedächtnis muss in einen Kommunikationsprozess eintreten. Man kommuniziert mit dem Zettelkasten. Man überrascht sich gegenseitig, so kann der Zettelkasten die eigene Kreativität fördern. Im Überraschungsmoment, nach einer gewissen Zeit der Ruhe, sehe ich die wichtigste Funktion des digital Brain. (Sönke Ahrens, das Zettelkastenprinzip)

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