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Das Sammeln von Inhalten in digitaler Form ist der erste Schritt hin zum "digitalen Gehirn", was über verschiedene Wege geschehen kann. In der Regel erfolgt dies in erster Linie über einen Browser, wie z.B. Firefox, Google Chrome, Safari (Mac) oder Edge Chromium. Alle haben ähnliche Funktionen und sollten die Inhalte einheitlich nach den aktuell Web Standards darstellen können. Das Behalten von Webseiten, die immer wieder besucht werden, erfolgt in der Regel über Bookmarks die aber auch als Favoriten bezeichnet werden. Das Suchen und Finden der Inhalte in einer Suchmaschine, wie z.B. Google oder Bing hängt vom Algorithmus der Suchmaschine und von der eigenen digitalen Kompetenz ab, sogenannte Keyword sinnhafte aneinanderzureihen oder ganze Sätze einzugeben. "Digital Literacy" oder auch die Fähigkeit, über Computer dargestellte Informationen unterschiedlicher Formate verstehen und anwenden zu können ist eine zentrale Kompetenz deren gesellschaftliche und ethische Tiefe einen Teil der modernen Gesellschaft des 21 Jahrhunderts widerspiegelt. Inhalte im WWW verfolgen auch ökonomische Aspekte von daher ist der kritische Umgang sowie die Einschätzung der eigenen Suchvorlieben im Kontext zu den Algorithmen der großen Plattformfirmen (Google, Microsoft, Amazon) ein ständig sich verändernden Prozess, den es immer neu zu bewerten und zu hinterfragen gilt.

Aber nicht nur das Sammeln von Bookmarks kann und sollte von Interesse sein, sondern auch das Markieren von Textpassagen und das anschließende Teilen und Sammeln dieser Inhalte. Der Browser sollte Ihnen die Möglichkeit bieten diese Passagen direkt zu teilen, übersetzen zu lassen falls erforderlich oder in einer Art Sammlung zwischenzuspeichern. Chrome einer der beliebtesten Browser bietet auch die Möglichkeit durch sog. Erweiterungen zusätzlich Unterstützung bei der Organisation der markierten Inhalte zu erhalten. Ich nutze Webclipper Plugins, um die Passagen direkt an ein Notizprogramm weiterzuleiten. Der neue Edge Chromium bietet sogar die Möglichkeit Sammlungen anzulegen, aus denen heraus man dann teilen kann, dies ist ein neuer Ansatz, den Webapps wie Wakalet ebenfalls anbieten. Innerhalb dieser Sammlungen gibt es auch die Möglichkeit Notizen anzulegen. Das Plugin Liner ermöglicht das Markieren von Textpassagen wie man es von einem Text Maker aus der analogen Zeit kennt, diese können dann in Ordnern abgelegt werden aus denen heraus man in Richtung bekannter Notizprogramme wie Evernote und OneNote teilen kann. Dem Thema Notizenprogramme und wie man diese befüllt wird widme ich aber ein ganz eigenes Kapitel, da diesen bei der Erstellung eines digitalen Gehirns eine ganz besondere Bedeutung zuteilwird.

  • Twitter Sammeln aus Twitter ist für meine Arbeit sehr wichtig, da man hier nach #hashtags suchen kann. Mit dem #twitterlehrerzimmer finden aktuell unzählige Lehrkräfte wertvolle Tipps zum Thema Homeschooling die man sich natürlich sehr gerne ablegt, um zu geeignetem Zeitpunkt darauf zuzugreifen. Die Menge an Tipps, die hier täglich gepostet werden, kann man unmöglich in seinem Gehirn speichern. Twitter Listen sind intelligente Listen die Inhalte von Personen sammeln, denen ich zu einem speziellen Thema folge. Intelligente Dokument die für sich(mich) selbst arbeiten, das ist nicht nur ein Traum, sondern bereits Realität.
  • e - Books Da sich klassische Bücher nur bedingt zum Erstellen eines digitalen Gehirns eignen empfehle ich hier E-Books zu nutzen. Die **Kindle** App des Amazon Book Stores bietet sehr aufgeräumt die Möglichkeit Textpassgen zu markieren zu Highlighten und dann als Zitat nett verpackt an seine Notizen App der Wahl zu senden. Auf dem Kindle (Gerät) kann man ebenfalls Textpassagen markieren und dann per E-Mail teilen. Evernote und OneNote bieten die Option sich Emails senden zu lassen und die dann einem explizit ausgewählten Notizbuch zuzuweisen. Ich benenne diese mit dem Namen Inbox E-Mail und sammele dort alle Textpassgen.
  • Bilder / Sketchnotes Bilder sind ebenfalls Bestandteil des digitalen Gehirns sind sie doch eindrucksvoll in der Lage komplexe Zusammenhänge in Form von Sketchnotes abzubilden, die aktuell gerne in Twitter geteilt werden. Sketchnotes erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, obwohl analog angelegt, sind sie ein Bestandteil der neuen digitalen Kultur, die sehr oft kreativer Bestandteil von Barcamps und Hackathon sind.
  • Dokumente Dokument sind ein essenzieller Bestandteil des Ansatzes **buildyourdigitalbrain** und können diverse Formate haben, wie z.B. PDF, docx, txt , ppt, Markup (html, json, Latex), usw. Wichtig ist, dass sie durchsuchbar sind mit tags versehen werden können und in idealerweise auch kollaborativ vernetzt sind, um mit mehreren Personen daran zu arbeiten. Um dies realisieren zu können müssen Sie in einer Cloud liegen. Die Wahl des geeigneten Clouddienstes ist von verschiedenen Faktoren abhängig:
    • DSGVO Dienstliche Projekt sollten (müssen) auf konformen Servern abgebildet werden, die die entsprechende Zertifizierung z.B. ISO 270001 enthalten. Ist das Projekt privat hat man eine deutlich größere Auswahl an Diensten muss aber entscheiden wie tief die Daten meine Persönlichkeit abbilden, um eine gute Wahl zu treffen.
    • Performance die Verfügbarkeit, Verarbeitungsgeschwindigkeit und Zuverlässigkeit sind sehr wichtige Parameter
    • Einbindbarkeit der Clouddienst sollte über komfortable Schnittstellen verfügen, ist dies nicht der Fall wir man diese Cloud kaum für den Ansatz **buildyourdigitalbrain** nutzen können.
      • Azure Cloud Texte Die **Azure cognitive Services** von Microsoft beispielsweise sind in der Lage das Sentiment eines Textes (Text Analytics) zu ermitteln und zu bewerten.

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